24. August 2015

Verschlusslösung combiSwift für Kartonpackungen

Milchtüte mit combiSwift

Milchtüte mit combiSwift (Foto: Katja Althoff)

Schon vor einigen Wochen sind mir die neuen, schlanken Kartonpackungen der MinusL-Milch im Supermarkt aufgefallen. Die meisten Verbraucher interessieren sich sicher mehr für den Preis oder den Inhalt als für die Verschlusslösung oder die Kartonpackung eines Lebensmittels. Nur die Maus aus der Sendung mit der Maus würde vielleicht genauer nachfragen, warum der Milchkarton heute anders aussieht als vor 50 Jahren. Ich hingegen habe mich gefreut, den neuen Karton „combifit Midi“ und den Schraubverschluss „combiSwift“ der Firma SIG Combibloc im Supermarktregal zu sehen.

Verschlusslösung combiSwift für aspetische Kartonpackungen

Der Karton aus der Reihe „combifit Midi“ ist ganz neu auf dem deutschen Markt. Der Milchkarton fühlt sich in der Hand gut und sicher an. Der Ausgießwinkel wurde optimiert, sodass ein Verschütten fast unmöglich ist. Die Milch landet stets im Kaffee und nicht daneben. Ich habe mit diesem Verpackungsformat noch keinen Tropfen Milch verschüttet. Im Gegensatz zu den klassischen eckig-quadratischen Verpackungen, bei denen ich Kraft beim Öffnen der Packung anwenden muss und gelegentlich Spritzer auf der neuen Bluse landen. Das Öffnen und Wiederverschließen mit dem Schraubverschluss „combiSwift“ ist tatsächlich einfacher und sauberer, ganz so wie es der Hersteller verspricht. Die geöffnete Verpackung läuft nach dem Wiederverschließen auch nicht aus, wenn man sie waagerecht in den Kühlschrank legt. Das ist bei meinem gut gefüllten Kühlschrank sehr wichtig.

Eine kurze Geschichte der Milchtüte

Die Geschichte und Entwicklung der Milchtüte ist wirklich interessant. Früher wurde Milch natürlich ganz anders abgepackt als heute. Zunächst wurde sie in Papiertüten abgefüllt, die mit Paraffinwachs beschichtet und somit flüssigkeitsdicht wurden. Die Milchtüte wurde dann durch eine Fetttüte mit Paraffinversiegelung und Faltverschluss und schließlich durch eine „blocpak“-Faltschachtel (1962) ersetzt. Im Jahr 1975 folgte dann die erste aseptische, keimfreie Milchverpackung („combibloc aseptic“). Und 1993 kann schließlich der weltweit allererste Ausgießer, der „combiTop“ genannt wurde und wiederverschließbar war, auf den Markt. Damals eine bahnbrechende Weltneuheit.

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CombiSwift (Foto: Katja Althoff)

Auf den „combiTop“ folgten im Laufe der Jahre der Flachverschluss „combiLift“ und dann der Schraubverschluss „combiTwist“ und schließlich der Schraubverschluss „combiSwift“, der auf die Kartonpackungen combibloc und  combifit passt. Den „combiSmart“ gibt es auch noch. Dieser wird für ganz kleine Packungen zum Mitnehmen (z.B. 250-ml-Portionen) verwendet.

Ich bin mir sicher, dass Sie den „combiSwift“ kennen, auch wenn Sie sich noch nie Gedanken gemacht haben, dass dieser Verschluss einen Namen hat. Sehen Sie doch einmal in Ihrem Kühlschrank nach!

So sieht er übrigens aus, wenn man ihn zerlegt – er besteht aus einem Flansch mit Schneidring und der Schraubkappe.

Milchtüte_mit_combiSwift3

(Foto: Katja Althoff)


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3 thoughts on “Verschlusslösung combiSwift für Kartonpackungen

  1. Super Blog-Post Katja. Ich erinnere mich, zu DDR-Zeiten in der Schule kam die Milch in kleinen Plastiktüten, die einfach in einen Eimer geschmissen und ins Klassenzimmer gestellt wurden. Da konnte man sich dann Erdbeer, Schoko oder Vanille aussuchen. Allerdings waren die Tüten nicht sehr stabil und es sind immer einige zerplatzt.

    • Danke für deinen Kommentar, Nico! Ich kann mich zu Schulzeiten noch an dreieckige Milchtüten erinnern. Geplatzt sind die nicht, aber wir wurden gezwungen, die Milch in der Pause zu trinken. 250 ml können manchmal so viel sein! Ich finde es immer wieder faszinierend, dass auch in Alltagsgegenständen einiges an “Technik” drinsteckt und es selbst für so einfache Dinge wie Milchtütenverschlüsse feste Fachbegriffe gibt.

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